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25 Jan 12 Kinderkreuzzuge 1212 – dürftige Quellenlage – Legenden

Kinderkreuzzüge oder bekreuzte Kinder? Die Kirche ruft auch nach der Eroberung von Byzanz durch einen Kreuzzug weiter zur bewaffneten Walfahrt gen Jerusalem auf. Der Appell richtet sich nicht an Kaiser und Könige, sondern an das Volk. Die Kölner Königschronik meldet zum Jahr 1212: „In diesem Jahr bezeichneten sich aus ganz Frankreich und Deutschland Knaben verschiedenen Alters und Standes mit dem Kreuz und erklärten, es sei ihnen von Gott aufgetragen zur Unterstützung des heiligen Lande nach Jerusalem zu ziehen. Nach ihrem Beispiel nahm eine Menge von Jünglingen und Frauen das Kreuz und verlangten, mit ihnen zuziehen. Auch einige schlechte Menschen mischten sich unter sie, und was jene mit sich genommen hatten und was sie täglich von den Gläubigen empfingen, unterschlugen diese heimlich und in nichtswürdiger Weise und machten sich mit dem gesammelten Geld heimlich davon. Einer von diesen wurde in Köln ergriffen und seines Lebens durch den Strang beraubt. Von jenen aber gingen viele in Wäldern und Einöden durch Hitze, Hunger und Durst zu Grunde. An der wurden sobald sie die Alpen überschritten hatten und Italien betraten von den Lombarden beraubt und zu rückgejagt und kehrten mit Schande heim.” Die Bezeichnung Kinderkreuzzüge hat dazu geführt, dass dieser schwärmerische Pilgerzug heute als besonders schrecklich angesehen wird. Dabei ist zu bedenken, dass ein achtjähriger Junge im Jahr1212 sicher genau so erwachsen war, wie ein siebzehnjähriger Oberschüler, der 1916 für
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